EDU - Der erste EDU-Shooter

Bild von Jörg Müller-Lietzkow

Liebe AG,

ausnahmsweise mal ein Hinweis in eigener Sache. In den letzten 3 Monaten
haben unsere Studierenden ein neuartiges EGO-Shootergame entwickelt. Die
Idee des ersten EDU-Shooters (www.edushooter.de), den wir entwickelt haben, basiert auf der
aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion über gewalthaltige Spiele. Im
Wintersemester haben sich die Studierenden mit entsprechenden
Theorieperspektiven (kommunikationswissenschaftliche, psychologische und
ökonomische) auseinandergesetzt. Vor dem Hintergrund der Fragestellung haben
wir uns überlegt, wie man einen Ego-Shooter, der bekanntlich vielfach als
Synonym und Prototyp für gewalthaltige Spiele gesehen wird, auch anders
nutzen kann.

Auf Basis dieser Überlegungen ist das Action-Lernspiel EDU entstanden.
Anstelle von "tödlichen Waffen" spielen Studierende gegen Dozenten um den
letzten Bildungseuro, den der Wissenschaftsminister zu vergeben hat -
Forschung oder Lehre ist die Frage! Ausgestattet mit Wurfgeschossen, wie
nassen Schwämmen, Kreide, Papierkügelchen oder auch nur einem Edding-Stift
müssen die Protagonisten zu Wissenscheckpoints und versuchen
schnellstmöglich eine der über 350 Wissensfragen zu beantworten, die es im
Spiel gibt. Die anderen Spieler können durch Abwerfen zwar den Spieler daran
hindern, die Frage zu beantworten, aber das Spiel kann nur durch
Wissenspunkte gewonnen werden. Die Fragen sind alle auf Universitätsniveau
und nicht ohne Grund heißt der Untertitel des Spiels "Educate Yourself".

Entwickelt wurde das Spiel von 32 Studierenden der Medienwissenschaft mit
dem Schwerpunkt Kommunikationswissenschaft an der Friedrich Schiller
Universität, von denen bisher niemand jemals ein eigenes Spiel entwickelt,
geschweige denn Informatik studiert hat. Zur Entwicklung wurde bewusst auf
freie Open Source Softwareressourcen zurückgegriffen, damit bleibt das Spiel
in der Grundversion (1-Level) kostenfrei, veränderbar und wird zum Download
bereitgestellt. Natürlich sind auch noch einige kleinere Bugs enthalten und
leider konnten wird in der Engine die Playermodels nicht anpassen. Dennoch:
Es gibt selbstverständlich keine Toten und Verletzten im Spiel und wir
denken damit insofern einen Beitrag zur Diskussion leisten zu wollen, als
dass wir auch ein Signal geben, dass Action - und zwar genau die häufig
kritisierte Action - anders dargestellt werden kann, ohne minder Spaß zu
machen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr ab heute einen Blick auf das
Spiel unter www.edushooter.de werfen mögt und stehen selbstverständlich für
weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Beste Grüße an alle,

Jörg