Elemente einer transmedialen Narratologie

Bild von Jan-Noël Thon

Neuartige Formen des medienübergreifenden Erzählens stellen aufgrund der durch sie bedingten Notwendigkeit, unterschiedliche Medien miteinander in Beziehung zu setzen, eine nicht zu unterschätzende methodische Herausforderung für die Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften dar. Um narrative Medien in der gegenwärtigen Medienlandschaft mit ihrer stetig zunehmenden Medienkonvergenz angemessen beschreiben zu können, bedarf es medienübergreifend konzipierter narratologischer Begriffe. Derartige transmediale Begriffe zielen zwar primär auf medienübergreifend verwendete narrative Techniken, müssen dabei aber auch die jeweils spezifische Medialität unterschiedlicher Formen des medialen Erzählens berücksichtigen.

Das Promotionsprojekt entwickelt - im Rahmen der Themengebiete der 'fiktionalen Welten', der 'narrativen Instanzen', und der 'Formen der Fokalisierung' gegenwärtiger Formen des medialen Erzählens - zentrale Elemente einer so verstandenen transmedialen Narratologie. Der Schwerpunkt liegt dabei - neben der grundlegenden methodologischen und begriffstheoretischen Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen transmedialer narratologischer Modelle - auf der Bereitstellung eines differenzierten Instrumentariums zur vergleichenden Analyse der kulturell einfluss- und kommerziell erfolgreichen, konventionell distinkten Einzelmedien des Romans, des Films und des Computerspiels.