»Portal« Band - Call for Participation

Bild von Britta Neitzel

Liebe AG,

hier der Call zum »Portal« Band. Im Anhang noch einmal als PDF - gern auch zum Weiterleiten.

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Call for Participation

»The cake is a lie.« Polyperspektivische Betrachtungen des Computerspiels am Beispiel von »Portal«

Spätestens seit »Portal« (Valve, 2007) als eines von 14 Computerspielen 2012 Eingang in die neue Design-Ausstellung des Museum of Modern Art gefunden hat, ist seine Zugehörigkeit zum Kanon epochaler interaktiver Medien unbestritten. »Portal« und sein Nachfolger »Portal 2« (Valve, 2011) inszenieren mit den Aperture Laboratories einen gigantischen wissenschaftlichen Komplex, dessen einzelne Testkammern der Spieler unter Nutzung verschiedener experimenteller Medien – unter anderem des Aperture Science Handheld Portal Device, mit dem die namensgebenden Teleportationsportale geschossen werden können – durchlaufen muss.

Der geplante Sammelband will am Beispiel der »Portal«-Spiele Verschränkungen von spielerischen Handlungspraktiken und medialer Selbstreflexion aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven denken: ludologisch, narrativ, diskursanalytisch, epistemologisch, bildwissenschaftlich, filmwissenschaftlich, musikwissenschaftlich, soziologisch, psychologisch, politologisch etc. Ziel ist dabei auch eine Meta-Reflexion: Wie denkt und handelt »Portal« über Spiele und Game Studies? Wie kann ein Spiel über das Spielen auch als eine Meditation über Epistemologien (game studies), mediale Handlungsformen (paidia/ludus, Ergodik, Konfiguration) oder technische Bedingungen (Räume, Algorithmen, Controller) verstanden werden?

So zugeschnitten, geht der Band von zwei Prämissen aus: zum einen, dass sich ein methodischer Ansatz besonders gut begreifen lässt, wenn er an einem konkreten Beispiel erprobt wird; zum anderen, dass sich unterschiedliche methodische Ansätze besonders gut miteinander vergleichen lassen, wenn sie auf ein einziges Objekt bezogen werden. Diese Form von doing theory vermag erfahrbar zu machen, dass sich Gegenstände der game studies nie werden hinreichend aus nur einer Perspektive interpretieren lassen. Insofern versteht sich der Band auch als ein paradigmatischer Vorschlag zum Forschungsdesign der game studies selbst.

Wir bitten um Zusendung von aussagekräftigen Abstracts (eine Seite + biobibliographische Notiz) für mögliche Beiträge zum Band bis 31.12.2013 an thomas.hensel@hs-pforzheim.de; britta.neitzel@ufg.ac.at ; r.nohr@hbk-bs.de .

Eine Auswahl erfolgt bis 15.1.2014, die Deadline für die Abgabe der vollständigen Manuskripte (keine Längenbegrenzung) ist der 1.6.2014. Lektorat und Endkorrekturen erfolgen dann bis 1.10.2014, sodass ein Erscheinen des Bandes noch im Dezember möglich sein sollte.

Der Band wird herausgegeben von Thomas Hensel, Britta Neitzel, Rolf F. Nohr und wird 2014 im LIT- Verlag in der Reihe Medien’Welten erscheinen.

Bild von Felix Schröter

Super!

Schön, dass aus der Idee Wirklichkeit geworden ist! (... und auch, dass es gerade diese Form von 'doing theory' geworden ist, die ich sehr gut finde.)
Beste Grüße, Felix